18.08.2015 / Uncategorized / /

Drei gute Gründe für die WMS

Der Kanton muss sparen. Im Zuge des Massnahmenplanes beschliesst er 2014 unter anderem neben weiteren Bildungsangeboten auch die Wirtschaftsmittelschulen in Reinach, Liestal und Basel in Zukunft nicht mehr zu finanzieren. Betroffen von dieser Massnahme ist vor allem die Amtei Dorneck-Thierstein. Zwischen 60 und 80 Jugendliche aus dem Schwarzbubenland besuchten bis anhin eine WMS-Klasse. Doch wird wirklich etwas eingespart? Und was sind die Auswirkungen der Sparmassnahmen?

«Die WMS braucht es nicht, es gibt genügend freie KV-Stellen.»
Die hohe Schülerzahl der letzten Jahre zeigt, dass es die WMS sehr wohl braucht. Nicht für alle Jugendlichen ist der Einstieg in eine Lehrfirma im Alter von 15 oder 16 Jahren bereits das Richtige, einige fühlen sich im schulischen Umfeld besser aufgehoben. Für diese bietet die WMS einen Mittelweg an indem die Bildung in beruflicher Praxis in den Schulunterricht integriert ist. Kommt hinzu, dass viele Betriebe keine KV-Lehrlinge direkt nach der obligatorischen Schule in eben noch jungem Alter einstellen wollen.
Die Sparmassnahme führt voraussichtlich vor allem zum Ausweichen auf andere, teurere Bildungsangebote wie der Fachmaturitätsschule.

«Die WMS ist zu teuer.»
Dies ist das Hauptargument für den Sparentscheid. Der Kanton Solothurn will mit allen Sparmassnahmen rund 2.5 Millionen Franken weniger für ausserkantonale Bildungsangebote ausgeben. Wie jedoch bereits erwähnt ist es sehr fraglich ob die meisten Jugendlichen die sich für die WMS entschieden hätten wirklich eine Lehre beginnen und nicht auf eine andere weiterführende Schule ausweichen. Dies hätte erhebliche Mehrkosten zur Folge. So kostet ein Fachmaturitätsschüler den Kanton im jetzigen Schuljahr 16’700 Franken, ein WMS-Schüler 12’400 Franken. Ein WMS-Absolvent verlässt die Schule nach vier Jahren mit einem EFZ-Abschluss als Kaufmann/-frau, zum Teil ergänzt durch die Berufsmatur. FMS-Absolventinnen und Absolventen hingegen sind nach der Schulzeit noch nicht fertig ausgebildete Berufsleute sondern werden nach ihrem Abschluss eine weiterführende Bildungsinstitution (Fachhochschule, Universität etc.) besuchen was wiederum hohe Kosten für den Kanton zur Folge hat.
Die WMS ist günstiger als viele andere, alternative Bildungsangebote.

«Das Massnahmenpaket wurde als Ganzes verabschiedet. Die Aufhebung einzelner Sparmassnahmen ist unsolidarisch.»
Die WMS einzusparen ist nicht nachhaltig und führt zu hohen Folgekosten. Es handelt sich bei diesem Punkt schlicht und einfach um einen Fehler im Massnahmenpaket. Ausserdem ist die Bevölkerung der Amtei Dorneck-Thierstein oftmals dazu gezwungen Projekte und Angebote mitzufinanzieren, die sie nie in Anspruch nehmen werden oder können. Dies sind etwa der teure Hochwasserschutz an der Aare oder der Neubau des Spitals Solothurn. Neben der WMS wird der Kanton in der Region auch verschiedene Brückenangebote nicht mehr finanzieren.
Der Bildungsstandort Schwarzbubenland ist dadurch schon genug vom Massnahmenplan betroffen. Angemessene Bildungsmöglichkeiten braucht es auch in den Randregionen.

Deshalb ist es wichtig, dass der Sparentscheid rückgängig gemacht wird. Deshalb machen wir uns stark für die WMS!

Volksauftrag WMS.pdf

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