20.03.2016 / Uncategorized / /

Unbefriedigende Stellungnahme des Regierungsrates, Lichtblicke im Kantonsrat

Ende Februar nahm der Regierungsrat Stellung zum JCVP-Volksauftrag «Angemessene Bildungsmöglichkeiten auch in den Randregionen», welche den Solothurner Schülerinnen und Schülern den Besuch der Wirtschafts-, Informatik- und Handelsmittelschulen weiter ermöglichen will. Die Antwort der Regierung auf den Volksauftrag ist für die Initianten nicht zufriedenstellend.

Auch wenn der Regierungsrat in seiner Stellungnahme betont, dass ihm die Anliegen der Randregionen wichtig seien, spricht er sich gegen die WMS aus. Der Regierungsrat führt in seiner Stellungnahme aus, dass von der Sparmassnahme nicht nur Schülerinnen und Schüler aus dem Dorneck-Thierstein betroffen seien. Das ist richtig, jedoch ist die Quote derjenigen, die die WMS besuchen im Schwarzbubenland klar am höchsten und somit wird diese Randregion am stärksten beeinträchtigt von der «Sparmassnahme». «Man kann es drehen und wenden wie man will, schlussendlich ist es eine Massnahme, welche die Bevölkerung des Dorneck-Thierstein am meisten treffen wird.», sagt JCVP-Co-Präsident Luca Strebel.

Für den Regierungsrat gilt der Massnahmenplan als oberste Doktrin. Die Regierung hält fest, dass sie weiterhin an einen Spareffekt glaubt. Die Junge CVP und mit ihr 579 Unterzeichnende sind hingegen überzeugt davon, dass die Streichung der WMS zu mehr FMS- und Gymnasiums-Anmeldungen führen wird. «Stur auf dem Massnahmenplan zu beharren, obwohl dieser Punkt schlussendlich zu Mehrausgaben führt ist widersinnig und entgegen den Interessen der Bürger wie auch des Finanzhaushaltes. Jugendliche dazu zwingen zu wollen entweder eine Lehre zu machen oder gar nicht im kaufmännischen Bereich arbeiten zu können wird zu längeren Ausbildungswegen führen.», betont Glenn Steiger, Mitinitiant des Volksauftrages.

In der Kantonsratsdebatte zum Auftrag von Simon Esslinger bezüglich der Weiterführung aller bisheriger Bildungsangebote der Sek II für Schülerinnen und Schüler aus dem Schwarzbubenland, war das Hauptargument sowohl der Regierung als auch der Mehrheit des Rates, dass nicht eine Region bevorzugt werden könne. Es wurde auch klargestellt, dass die WMS eine angesehene Bildungsinstitution sei, welche gut auf das Berufsleben vorbereite. Trotz der Rückmeldungen aus der Region und dem Schulwesen, dass es zu mehr FMS-Anmeldungen und damit auch zu Mehrkosten kommen wird, glaubt eine Mehrheit noch immer an einen Spareffekt. Bildungsdirektor Remo Ankli hat vor einigen Wochen in der Solothurner Zeitung betont, dass sich der Kanton keine höheren Fachhochschulstudentenzahlen leisten könne. Sollten Schülerinnen und Schüler, welchen man nun die WMS vorenthält, tatsächlich die FMS als Alternative wählen, wird dies zu höheren Fachhochschulbesuchen führen. Insofern liefert Remo Ankli ein weiteres Argument für unseren Volksauftrag.

Die Junge CVP hofft, dass sich der Kantonsrat anlässlich der Debatte zu unserem Volksauftrag die Frage stellen wird, was tatsächlich kostensenkend wirkt und was nicht. Des Weiteren vertraut die Jungpartei darauf, dass sich der Kantonsrat seiner Verantwortung gegenüber den Randregionen bewusst ist.